Gesunde Leber - ausschlaggebend in der Krebsnachsorge

Geposted von Claudia Priewasser am



Metastasen verschiedener Krebsarten haben oft ihren Ursprung in der Leber - ein Phänomen, das unmittelbar mit einer niedrigeren Lebenserwartung verbunden ist. 

Die Gefahr von Metastasen

Ein Primärtumor kann heutzutage meist erfolgreich durch Operation, Strahlen- oder Chemotherapie behandelt werden. Die größte Bedrohung besteht, wenn sich Krebszellen lösen und sich in Form von Metastasen auf anderen Organen im Körper ansiedeln. 90 % aller krebsbedingten Todesfälle sind nicht auf den Primärtumor, sondern auf die Metastasierung zurückzuführen, insbesondere wenn lebenswichtige Organe wie das Gehirn, die Lunge oder die Leber betroffen sind.

Wie sich Metastasen tatsächlich auf verschiedene Organe ausbreiten, ist nach wie vor eines der größten Rätsel in der Krebs-Biologie. Vor über 130 Jahren hatte der britische Arzt Stephen Paget bereits beobachtet, dass die Lokalisation von Metastasen bei den verschiedenen Krebsarten sehr unterschiedlich ist. Brustkrebs hat demnach z. B. die Tendenz, in Leber, Gehirn und Lunge zu metastasieren, während Prostatakrebs häufig in den Knochen Metastasen absetzt.

Aus seinen Erkenntnissen entwickelte Paget das Modell von "Saatgut und Boden". Nach dieser Theorie müssen Krebszellen (Saatgut) in den einzelnen Organen (Boden) auch die richtigen Bedingungen vorfinden, um sich weiterentwickeln zu können und damit zu einer Bedrohung zu werden.

Die Leber ist hier von ganz besonderer Bedeutung, weil sie ein "bevorzugter" Ort für die Etablierung von Metastasen ist. Die Blutgefäße der Leber sind direkt mit dem Darm verbunden. Diese unmittelbare Nähe erklärt, warum 70 % von Patienten mit fortgeschrittenem Dickdarmkrebs bereits Metastasen in der Leber aufweisen.

Eine vor kurzem veröffentlichte Studie im Journal NATURE [ Lee JW et al. Hepatocytes direct the formation of a pro-metastatic niche in the liver. Nature 2019 ] zeigte nun zum ersten Mal, wie der Metastasierungs-Prozess ausgelöst wird. Untersucht wurde dieser bei Mäusen mit Bauchspeicheldrüsen-Krebs: Das Vorhandensein des Tumors löste zunächst eine systemische Entzündung aus. Die Leberzellen reagierten auf dieses Signal mit der Produktion eines Proteins, das die Absetzung von Metastasen in anderen Organen begünstigte. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden mit Daten von Patienten mit Bauchspeicheldrüsen-Krebs verglichen. Es konnten eindeutige Zusammenhänge mit den Entzündungsprozessen in der Leber und der Lebenserwartung der Patienten festgestellt werden.


Was Du tun kannst 


Um die Ausbreitung von Metastasen zu verhindern, ist es laut dem Forscherteam also von größter Bedeutung, Entzündungen im Körper bzw. in der Leber zu unterdrücken.
Regelmäßige körperliche Aktivität, ein ausgeglichener Lebensstil mit genügend Schlaf sowie die große Palette der entzündungs- und krebshemmenden Nährstoffe können Dir täglich dabei helfen, Krebszellen in Deinem Körper den Nährboden zu entziehen und damit langfristig eine Metastasierung abzuwehren. 

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Liebe Grüße
Deine Claudia 
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