Ängste überwinden und lernen, damit umzugehen

Geposted von Claudia Priewasser am


In den vergangenen Wochen erhielt ich per Mail einige gleiche oder ähnliche Fragen:

 Wie hast Du persönlich die Angst nach der Brustkrebs-Diagnose bewältigt?
 Woher nimmst Du die Energie für Deinen persönlichen Alltag?


 In meinem Buch habe ich bewusst darauf verzichtet, zu sehr auf meine persönliche Geschichte und Gefühle nach der Diagnose 2011 einzugehen. Da ich weiß, wie hilflos und voller Angst sich jeder einzelne Patient manchmal fühlt, wollte ich im Buch von emotionalen Themen ablenken, sachliche und hilfreiche Informationen liefern, die sich schnell 1:1 umsetzen lassen. 

In diesem Blogeintrag möchte ich versuchen, Dir zu erklären, wie ich es geschafft habe und immer wieder schaffe, klare Gedanken zu fassen und ein ganz normales Leben zu führen.

Die Jahre bis 2011 waren bei mir sehr arbeitsintensiv. Ich hatte meinen Traumjob gefunden und leitete ein Sicherheitsteam im österreichischen Großunternehmen KTM. Die Dauer-Nachtschicht war dabei mein Leben. Ich arbeitete 5 mal pro Woche von 19:00 Uhr abends bis 7:00 Uhr morgens, also 60 Stunden pro Woche. Auf den Sicherheitsrundgängen legt man pro Schicht durch die verschiedenen Produktionswerke zwischen 15 und 20 Kilometer zu Fuß zurück. Viele nannten meinen Job "einfach unmöglich", denn die Rundgänge fanden in fast kompletter Dunkelheit durch menschenleere Produktionshallen statt. Ich weiß bis heute nicht genau warum, aber ich war jeden Morgen stolz auf mich selbst, wieder eine Nachtschicht geschafft zu haben und dabei von einem Team als Führungskraft respektiert und geschätzt zu werden. Meine Energie für diesen Job war grenzenlos. Wenn man aber ganz alleine als Frau in der Nacht unterwegs ist, braucht man selbstverständlich starke Nerven. Einige Kolleginnen und Kollegen beseitigten die Angst damit, dass sie sich einfach einen Hund zulegten, der sie auf den Rundgängen begleitete. Ich stellte mich der Herausforderung und dachte damals, dass ich gelernt hatte, mental jedes Angstgefühl einfach auszublenden.

Meine Brustkrebs-Diagnose am 19. Mai 2011 warf mich jedoch psychisch dermaßen aus der Bahn, dass ich nicht mehr fähig war, klar zu denken. Aus Angst vor dem Tod konnte ich wochenlang fast überhaupt nicht mehr schlafen. Es war eine neue Dimension der Angst und es fühlte sich intensiver an, als jedes Angstgefühl, das ich bisher kannte.
Den Höhepunkt erreichten meine Ängste, als im August 2011 während meiner Strahlentherapie im Landeskrankenhaus Salzburg mein Bruder im Alter von 44 Jahren an Speiseröhrenkrebs verstarb. Bis zum Schluss hatte ich ihn trotz meiner eigenen Krankheit zu seinen aussichtslosen Therapien begleitet. An seiner Erkrankung wurde mir erst so richtig bewusst, wie gnadenlos der Verlauf von Krebs sein kann.

Nach einiger Zeit der Trauer und Verzweiflung wollte ich nicht mehr so weitermachen. Wie in meinem Buch bereits erwähnt, hatte mein Lebensgefährte in der Zwischenzeit das Buch "Krebszellen mögen keine Himbeeren" gekauft. Obwohl man nach dem Lesen dieses Buches nicht wirklich weiß, wie man das darin vermittelte Wissen und die Erkenntnisse aus den Studien am besten umsetzen soll, hat es bei mir Hoffnung geweckt und eine unheimliche neue Lebensenergie entfacht.

Ich begann, meine Recherchen zu intensivieren bis sie zum Full-time-Job wurden. Kaum hatte ich ein neues Buch zum Thema gelesen, verglich ich Ergebnisse, dokumentierte jedes einzelne Detail und wertete die Daten aus. Das war mir aber noch nicht genug. Ich kontaktierte weltweit Krebsforscher per Mail, von denen ich Fernsehinterviews gesehen hatte und zu meiner Verwunderung bekam ich prompt persönliche Antworten auf all meine Fragen.

Nach ca. einem Jahr hatte ich ein Wissen aufgebaut, mit dem ich so manchen Onkologen bereits in Verlegenheit brachte, denn ich stellte auch hier Fragen. Bei meinen Kontrollterminen wurde mir durch die Gespräche immer mehr klar, dass man als Krebspatient in ein System gerät, in dem es unmöglich ist, jeden Patienten optimal zu behandeln. Selbstverständlich versucht jedes Krebszentrum das Beste für seine Patienten. 

Kein Arzt und kein Medikament der Welt können jedoch Deinen Willen zum Leben und die menschliche Energie ersetzen, die in JEDEN von uns vorhanden ist.

Es geht darum, diese Energie in Dir zu wecken und Dein Wissen über krebshemmende Nahrungsmittel täglich für Dich und Deine Heilung einzusetzen

Ich habe mich neben dem Thema krebshemmende Nahrungsmittel in den vergangenen Jahren auch ausführlich mit Psychologie beschäftigt und genau hier möchte ich noch einmal auf die unbezahlbaren Erfahrungen und Techniken von Tony Robbins zurückkommen. Es gibt sehr effektive Wege Angstgefühle innerhalb von Sekunden zu reduzieren bzw. langfristig zu beseitigen.

1. Der Fokus Deiner Gedanken

Wenn Du starke Angstgefühle hast, ist das ein Zeichen, dass Du Deine Gedanken falsch fokussierst. In jedem von uns schlummern sogenannte Glaubenssätze. Diese sind stark in unserem Unterbewusstsein verankert und haben ihren Ursprung in den Eindrücken und Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens machen. 

Es vergeht fast kein Tag, an dem die Medien nicht über einen Prominenten berichten, der an Krebs verstorben ist. Sicher hast Du auch z. B. von der Geschichte von Jens Büchner gehört. Jeder Fernsehsender und jedes Magazin berichtet laufend darüber. Solche Eindrücke sammeln sich in unserem Unterbewusstsein und bestärken Dich in dem Glauben, dass man als Krebspatient keine Chance hat. Da hilft es Dir auch nichts, wenn jemand zu Dir sagt: "Denk positiv, das wird schon wieder".
Am Abend liegst Du im Bett und beginnst darüber nachzudenken.

Aber:

  • Welcher Fernsehsender berichtet schon gerne über eine Hausfrau, Mutter und Großmutter, die vor 35 Jahren Brustkrebs hatte, nach 5 Operationen und 32 Chemos ihr Leben und die Ernährung komplett veränderte und noch heute glücklich in Vorarlberg lebt?
  • Wer interessiert sich für einen totgeglaubten Lungenkrebspatienten aus München, dem die Schulmedizin im Jahr 2001 nur noch wenige Wochen Lebenszeit voraussagte und der heute noch am Leben ist?

Man könnte die Liste mit weltweiten Heilungsfällen unendlich weiterführen und...

Wer sagt, dass nicht GENAU AUCH DU in vielen Jahren zurückblickst und von Dir behaupten kannst, eine Krebserkrankung überstanden zu haben.
 
Deshalb:
Lege Deinen gedanklichen Fokus nicht auf Fälle, die es nicht geschafft haben, sondern mache Dir bewusst, dass es weltweit auch hunderttausende Menschen gibt, die eine Krebserkrankung langfristig überstehen. 
Denke aber auch daran: ALLE geheilten Krebspatienten haben zwei Dinge gemeinsam:

1. Sie haben einen unheimlichen Willen zu leben, fokussieren sich zu 100 % auf ihre Heilung und sind bereit ALLES dafür zu tun!

2. Sie haben in den Jahren nach der Diagnose Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten wesentlich verändert!



2. Sport ist mehr, als sich nur bewegen

Bis zu meiner Diagnose hatte ich keinen Sport betrieben. Doch Tatsache ist, dass man damit das Rückfallrisiko um bis zu 30 % reduziert. Warum also auch nicht diese Chance nutzen?
Als ich die ersten Studien zu diesem Thema gelesen hatte, stand für mich fest:
Es führt KEIN WEG vorbei am Crosstrainer!
Die Art, wie wir unseren Körper täglich einsetzen, ist auch stark mit unserem Denken und ganz eng mit unseren Entscheidungen verknüpft. Wenn Du Dich 3 bis 4 mal pro Woche dazu überwinden kannst, Sport zu betreiben, triffst Du auch in Sachen Heilung ganz andere Entscheidungen. 

Die kleinen täglichen Erfolgserlebnisse durch Sport werden Dir mit der Zeit viel Angst nehmen und so wie mir immer wieder die Kraft geben, weiterzumachen. 

Ich hatte einmal genauso viel Angst, wie Du vielleicht in diesem Augenblick.
Je mehr Du jedoch täglich bereit bist, für Dich und Deine Gesundheit zu tun, desto schwächer werden diese Gefühle.

Link zu Claudias Gesundheitsblog / Newsletter-Archiv:
https://www.dugesund.eu/blogs/news

Im nächsten Blogeintrag: 
Noch mehr Informationen zur Heilwirkung von CBD

Liebe Grüße und ein erholsames Wochenende
Deine Claudia Priewasser

www.dugesund.eu


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