Kanada verändert die nationalen Ernährungsempfehlungen

Geposted von Claudia Priewasser am


In Sachen Ernährung sind die Kanadier führend. Was die Krebsprävention betrifft, ist das nicht zuletzt auf die Université du Québec à Montréal zurückzuführen.

Der Leiter des Krebsforschungszentrums, Buchautor und Krebsforscher Prof. Dr. med. Richard Beliveau hat mit seinen Büchern und seinen unzähligen Publikationen in den vergangenen 40 Jahren in Kanada viel Aufklärungsarbeit geleistet und das Gesundheitsbewusstsein der Menschen geprägt.

 Auch in Regierungskreisen hat man die Wichtigkeit einer Veränderung erkannt und die nationalen Ernährungsempfehlungen überarbeitet. So wurde die über Jahrzehnte bekannte Ernährungspyramide gegen einen Ernährungsteller ausgetauscht.



 Der Teller soll auf den ersten Blick zum Ausdruck bringen, worauf es bei einer gesunden Ernährung ankommt.

Obst und Gemüse: Die Hälfte des symbolischen Ernährungstellers sollte mit Obst und Gemüse gefüllt werden. Dabei wird Abwechslung empfohlen.

Getreideprodukte: Nur ein Viertel des Tellers sollte aus Vollkorn-Getreideprodukten bestehen.

Proteine: Gelegentlich ist der Konsum von tierischen Proteinen laut der kanadischen Ernährungsempfehlungen erlaubt, der Fokus sollte aber auf pflanzlichen Proteinquellen liegen.
  
 Und was ist mit Milchprodukten?

Die Änderung in Kanada hat viele vegane Bewegungen dazu veranlasst, im Internet Berichte zu veröffentlichen mit Titeln wie "Kanada streicht Milch endgültig aus der Ernährungspyramide".
Hier sollte man die Daten ehrlich und genau darstellen, denn diese Aussagen und Berichte sind so nicht ganz richtig: Nach genauer Recherche ist es tatsächlich so, dass man Milchprodukte nicht ganz gestrichen, sondern in die Proteinkategorie verschoben hat. So wie bei Fleisch wird aber nur ein gelegentlicher Konsum von Milch empfohlen.

Zu erwähnen ist auf jeden Fall, dass der neue kanadische Ernährungsteller weit von den Empfehlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz abweicht. In Deutschland empfiehlt man zurzeit 2 x pro Tag ein Milchprodukt zu verzehren, in Österreich und der Schweiz sogar 3 x pro Tag - hier ist eine Überarbeitung der nationalen Empfehlungen also längst überfällig!

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Im nächsten Blog-Eintrag:
Olivenöl - unentbehrlich in der Krebsprävention und Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  

Liebe Grüße
Deine Claudia 
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